Abenteuer Afrika

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Schon zum 2. Mal hatte Hannelore Baumgartner den Waldviertler Alfred Blaim aus Horn im Rahmen des Evangelischen Bildungswerks Bad Vöslau zu einem Multimedia-Vortrag in unserem Gemeindesaal gewinnen können.
Blaim ist auf seinem Motorrad (Gewicht mit Ausrüstung rund 250 kg) etwa das, was ein Einhandsegler bei einer Weltumsegelung ist: Extrem risikobereit, körperlich fit, hart zu sich selbst, aber vor allem ungeheuer beseelt von der Möglichkeit, die Schönheit der Welt kennenzulernen. Darüber steht noch der Respekt vor den Menschen, denen er begegnet ist.

Auf seiner Fahrt von Alexandria, dem ägyptischen Mittelmeerhafen bis ans Kap Agulhas (nahe Kap der guten Hoffnung), dem südlichsten Punkt Afrikas, kreuz und quer durch den östlichen Teil des Kontinents legte Blaim in 195 Tagen 27.000 km zurück.  Zwei Drittel des Erdumfanges also, zum größten Teil auf Routen, die teils einem ausgetrockneten Bachbett, teils einer Schlammfurche glichen. Hitze bis 45 Grad, Staub, Sand …

Dabei bereiste er Länder, bei denen allein die Nennung des Namens einen Schauer über den Rücken jagt, angesichts der Unruhen und kriegerischen Auseinandersetzungen, die dort laufend stattfinden. Andererseits begegnete Blaim zwar bitterarmen, aber meist fröhlichen, unbeschwerten und gastfreundlichen Menschen. Seine großartigen Bilder zeigen Landschaften und Erlebnisse mit Menschen und Tieren aus der Perspektive eines Individualreisenden, einfach überzeugend und hautnah.

Manch einer mag vielleicht den Kopf schütteln über so viel Wagemut. Doch brachte Blaim seinen Zuhörern einen Teil der Welt und vor allem der Menschen näher, dem viele von uns eher zurückhaltend gegenüberstehen.
Im Vordergrund standen vor allem das Wunderbare dieses Kontinents – Natur und Menschen. Das mit allen Sinnen zu erfassen zu dürfen, rechtfertigt für ihn alle Strapazen.

Einen kleinen Auszug aus den 7000 Bildern von dieser Reise kann man auf der Homepage des Fotoklubs Horn bewundern.

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